17.05.12
Private Altersvorsorge
Wenn Verbraucher einen Blick auf ihre alljährliche Rentenauskunft werfen, müssen sie kein Prophet sein um festzustellen, dass die zu erwartende gesetzliche Rente keinesfalls ausreichen wird, um den gewohnten Lebensstandard auch im Alter aufrecht erhalten zu können. Selbst wer noch auf eine betriebliche Alterversorgung hoffen kann, wird kaum an sein aktuelles Einkommen herankommen. Wer dann nicht beizeiten vorsorgt, dem droht die immer wieder beschriebene Altersarmut.
Lebens- und Rentenversicherungen auf Kapitalbasis
Dabei sind die Möglichkeiten, sich eine private Altersvorsorge aufzubauen, so vielfältig wie selten. Immer noch hoch im Kurs stehen dabei die kapitalgedeckten Lebens- oder Rentenversicherungen. Um einen höheren Ertrag zu erhalten, bieten die Versicherungen ihren Kunden diese Versicherungen mittlerweile auch in Form von Investmentfonds an, wobei im Vorfeld sichergestellt werden muss, dass zumindest die eingezahlten Beiträge garantiert zu Auszahlung gelangen, da Investmentfonds bekanntermaßen finanzmarktabhängig sind. Der Vorteil gerade einer Lebensversicherung ist zudem die Absicherung für den Todesfall. Sollte der Versicherungsnehmer vor Ablauf seiner Versicherung versterben, erhalten die Hinterbliebenen bzw. die Bezugsberechtigten die Versicherungssumme ausgezahlt; bei einer Kapitalrentenversicherung sind es dann immerhin noch die eingezahlten Beiträge nebst Zinsen und Überschussbeteiligung.
Staatliche Zulagen sichern durch Riester-Rente
Dass insoweit private Vorsorge fürs Alter notwendiger denn je ist, zeigt auch das Bestreben der Bundesregierung, die mit Einführung der staatlichen Zulagenrente, der so genannten Riester-Rente, Verbrauchern einen Anreiz gibt, selbst initiativ zu werden und privat vorzusorgen. Und die Riester-Rente ist in der Tat gerade für Menschen mit einem eher geringen Verdienst interessant. Da die maximale Einzahlungssumme auf 4 % des Jahresbruttoeinkommens bzw. maximal 2.100,00 € pro Jahr begrenzt ist und sowohl die Zulagen für den Antragsteller selbst wie seine Kinder angerechnet werden, müssen die Versicherten im besten Fall nicht einmal 100,00 € im Monat selbst aufbringen, um in den Genuss der vollen staatlichen Zulage für die Riester-Rente zu kommen.
Immobilien bilden eine sichere private Vorsorge
Den Fehler, den die Regierung bei der Riester-Rente gemacht hat, hat sie dann inzwischen auch selbst korrigiert. Denn seit dem Jahr 2008 können die staatlichen Zulagen auch für den Erwerb von Wohneigentum genutzt werden. So bilden Immobilien neben den Kapitalverträgen eine sichere Vorsorge fürs Alter. Gerade wer in jungen Jahren eine Immobilie erwirbt, kann sicher sein, dass die Kredite dann getilgt und die Immobilie insoweit schuldenfrei ist. Außerdem sind Immobilien wertbeständig. Angesichts der aktuell günstigen Zinsen für Immobilienkredite und der relativ stabilen Preise für Immobilien verzeichnen Banken eine rege Nachfrage nach Immobilienkrediten. Zumal für Erwerber eine ganze Reihe von Förderdarlehen zur Verfügung stehen, die eine günstige Finanzierung einer Immobilie möglich machen. Als Beispiel seien hier die Darlehen der Landesbanken speziell für Familien genannt oder die Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau für Selbstnutzer und Erwerber, die ihre Immobilie nach energetischen Richtlinien bauen bzw. sanieren wollen.
Angesichts dieser vielfältigen Möglichkeiten sollte jeder Verbraucher sich dementsprechend in der Lage sehen, einen privaten Grundstock als Ergänzung zu seiner späteren gesetzlichen Rente anzulegen. Dank der Riester-Rente ist dies auch Verbrauchern mit einem geringen Einkommen möglich. Denn nichts ist schlimmer, als im Alter auf Sozialleistungen angewiesen zu sein, wo der dritte Lebensabschnitt doch eigentlich unbeschwert genossen werden sollte.